Dateisystem-Defekt: NTFS, exFAT, ext4 und mehr
Wenn die Hardware in Ordnung ist, das Dateisystem aber Schaden genommen hat, ist der Datenträger plötzlich nicht mehr lesbar – obwohl die Daten physisch noch alle vorhanden sind. Das Dateisystem ist die Verwaltungsschicht zwischen dem rohen Speicher und Ihren Dateien. Wenn diese Verwaltung Lücken hat, sehen Sie nichts mehr – aber die Daten sind selten weg.
Welche Dateisysteme retten wir?
Windows
- NTFS – Standard für interne Windows-Festplatten
- exFAT – Standard für externe Festplatten, USB-Sticks, SD-Karten
- FAT32, FAT16 – ältere Datenträger, kleine Sticks
- ReFS – Windows Server / Storage Spaces
macOS
- APFS – Standard ab macOS High Sierra
- HFS+ – Mac OS Extended (vor macOS Sierra)
- HFS – ältere Macs
Linux / Unix
- ext2, ext3, ext4
- XFS – Server-Standard
- Btrfs – moderne Linux-Distributionen, Synology
- ZFS – TrueNAS, FreeBSD, QNAP QuTS hero
- JFS, ReiserFS, F2FS
Sonstige
- VMFS (VMware ESXi)
- UDF (DVDs, Blu-rays)
Häufige Symptome eines Dateisystem-Defekts
- "Sie müssen den Datenträger formatieren, bevor Sie ihn verwenden"
- RAW-Status in Datenträgerverwaltung
- Falsche Größenanzeige
- Dateien öffnen nicht mehr oder zeigen Datenmüll
- "CRC-Fehler" oder "Datei oder Verzeichnis ist beschädigt"
- System bootet nicht mehr (bei System-Partition)
Ursachen
- Stromausfall während Schreibvorgang
- Unsicheres Trennen externer Datenträger
- Bad Sectors im Bereich der MFT, Superblocks oder Inodes
- Software-Fehler oder Bugs
- Virus-Befall
- Defekte Hardware (RAM-Fehler beim Schreiben)
- Falsche Anwendung von Reparatur-Tools (chkdsk, fsck)
Reparatur-Tools wie chkdsk oder fsck schreiben aktiv auf den Datenträger und können bei bestimmten Schäden Daten unwiederbringlich überschreiben. Bei wichtigen Daten lieber zuerst ein Image erstellen oder Profi-Hilfe holen.
Unser Vorgehen
- Sektor-Image des Datenträgers (sodass das Original nicht weiter belastet wird)
- Analyse der Dateisystem-Strukturen: Boot-Sektor, MFT/FAT, Inodes, Superblocks
- Rekonstruktion beschädigter Strukturen
- Bei nicht mehr rekonstruierbarer Struktur: File-Carving anhand der Header-Signaturen
- Validierung der wiederhergestellten Dateien
File-Carving – die Notlösung
Wenn das Dateisystem zu stark beschädigt ist, können wir Dateien direkt anhand ihrer charakteristischen Header und Footer aus dem rohen Datenstrom extrahieren. Funktioniert für JPEG, PNG, MP4, PDF, ZIP, Office-Dateien und viele andere – allerdings ohne Dateinamen und ohne Verzeichnisstruktur.
Erfolgsquote
Reine Dateisystem-Defekte: 80-95 Prozent. Bei zusätzlichen Hardware-Schäden: 60-90 Prozent. Mit File-Carving als Notlösung: oft trotzdem noch 70-90 Prozent der wichtigsten Dateien.
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