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Wasserschaden Datenrettung: Erste Hilfe & Profi-Rettung

Wasser und Elektronik vertragen sich nicht – das wissen alle. Trotzdem passiert es immer wieder: das Smartphone fällt in die Toilette, Kaffee kippt auf den Laptop, der Wasserrohrbruch flutet das Server-Rack. Die gute Nachricht: Wassergeschädigte Datenträger können in vielen Fällen gerettet werden – wenn die richtigen Sofortmaßnahmen ergriffen werden.

Sofortmaßnahmen bei Wasserschaden

1. Strom abschalten – sofort!

Egal welches Gerät: Strom abklemmen, Akku entfernen wenn möglich. Niemals einschalten, niemals laden.

2. Nicht trocknen, nicht erhitzen

Föhn, Heizung, Sonne – alles tabu. Hitze beschleunigt die Korrosion und kann Bauteile beschädigen.

3. Nicht in Reis legen

Hartnäckiger Mythos: Reis trocknet das Gerät NICHT effektiv. Schlimmer noch: Reis-Staub gelangt in feine Spalten und verschmutzt zusätzlich.

4. Wenn möglich: Akku entfernen

Bei Geräten mit entnehmbarem Akku diesen entfernen, um Restspannung zu unterbinden.

5. Feucht einsenden

Wickeln Sie das Gerät in ein leicht feuchtes Tuch (kein Wasser hinzufügen, aber auch nicht trocknen lassen) und senden Sie es uns. Bei vollständig getrocknetem Gerät verfestigen sich Salzkristalle und Korrosionsprodukte – das macht die Rettung schwieriger.

⚠️ Was Sie auf KEINEN FALL tun sollten

NICHT einschalten – auch nicht „kurz testen ob es geht"
NICHT in Reis legen
NICHT mit Föhn oder Heizung trocknen
NICHT an die Sonne legen
NICHT zerlegen ohne Vorkenntnisse

Welche Geräte können wir retten?

Was im Wasser passiert

Die unmittelbare Bedrohung sind nicht die Wassermoleküle selbst, sondern was sie mit sich bringen: Mineralien, Salze, Verunreinigungen. Diese leiten Strom und führen zu Kurzschlüssen. Nach dem Trocknen bleiben Salzkristalle zurück, die mit der Zeit Korrosion auf den Platinen verursachen.

Bei Salzwasser oder verschmutztem Wasser (Toilette, Aquarium, Schmutzwasser) ist die Gefahr deutlich größer als bei klarem Trinkwasser.

Unser Vorgehen

  1. Aufnahme: Was für Wasser, wie lange, welche Folgesymptome?
  2. Reinigung der Platinen mit speziellen Lösungsmitteln (z. B. Isopropanol, Ultraschallbad)
  3. Mikroskopische Inspektion auf Korrosion und beschädigte Bauteile
  4. Reparatur defekter Bauteile (Power-IC, Spannungsregler etc.)
  5. Auslesen des Speichers – entweder direkt am stabilisierten Gerät oder per Chip-off
  6. Datenrekonstruktion und Übergabe

Erfolgsquote

Bei sofortigem Handeln (Gerät ausgeschaltet, schnell eingesendet): 80-95 Prozent. Bei langem Weiterbetrieb oder verzögertem Einsenden: deutlich geringer. Bei Salzwasser-Schäden: meist 60-85 Prozent. Bei zerstörten Speicher-Chips: nicht mehr rettbar.

Wasserschaden? Sofort handeln – wir helfen!

Je schneller wir das Gerät bekommen, desto höher die Rettungschancen. Diagnose & Kostenvoranschlag zum Festpreis von 49 €.

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